Firmengeschichte

Kässbohrer SETRA
 

In Ulm haben wir Geschichte gemacht.

 
1911 Die Wagenfabrik Karl Kässbohrer baut unter Verwendung eines Lastwagen-Chassis der Schweizer Saurer-Werke ihren ersten Omnibus mit 28 Fahrgastplätzen für die neue Kraftverkehrslinie Ulm-Wiblingen.
 
1922 Der Omnibus-Anhänger wird entwickelt. Bei 4,5 t Eigengewicht bieten die ersten Fahrzeuge 24 Sitzplätze. 
 
1927 Auf  dem Weg zum modernen "Gesellschaftswagen" entstehen durch konstruktive Veränderungen schwerer Personenwagen-Chassis Omnibus-Kabrioletts für 10 bis 14 Reisegäste.
 
1929 Der erste Kässbohrer-Omnibus in geschweißter Ganzstahlkonstruktion wird mit den schmalen Fenstersäulen, der neuartigen Dachrandverglasung, den gewölbten Scheiben und dem bis über die Rückfront zu öffnenden Kurbeldach ein Vorbild ganzer Reisebus- Generationen.
 
 
1932 Silbervogel und Alpen-Express heißen die acht- und zehnreihigen Aussichtswagen der Marke Kässbohrer, mit denen während der frühen dreißiger Jahre die Stromlinienform in den Omnibusbau Einzug hält.
 
1935 Zum Höhepunkt windschlüpfriger Formgebung geraten die schnittigen Karosserien der schnellen Kässbohrer- Omnibusse, mit denen die neuen Autobahn- Verbindungen zwischen der Hauptstadt Berlin und den Großstädten des Reiches eröffnet werden.
 
1936 Nachdem Ende der zwanziger Jahre das Prinzip des Sattelanhängers durch Kässbohrer in den Omnibusbau Eingang fand, entsteht der größte Omnibus dieser Art für 170 Fahrgäste.
 
 
1951 Eine neue Ära beginnt: Kässbohrer führt die selbst-tragende Bauweise ein. Sie wird zum Konstruktionsprinzip des modernen Omnibusbaus. Sechs Männer tragen ohne Mühe das Gerippe des neuen "Setra" S 8, dem Prototyp einer im Baukastensystem aufgebauten Modellreihe.
 
1952 Der Gesetzgeber verbietet den Omnibus-Anhänger. Kässbohrer baut die wirtschaftliche Alternative: Den Gelenkomnibus, eine neue Fahrzeugart. Im Motorwagen und Nachläufer des 17,5m langen Prototyps haben 170 Fahrgäste Platz.
 
1953 Für den schnellen Fahrgastfluß entwickeln Kässbohrer-Ingenieure die Omnibus-Außenschwingtür. Ein- und Ausstieg des Setra sind in voller Breite begehbar.
 
1956 Mit einem neuen Setra-Modell, dem Linienbus ST 110, wird ein langgehegtes Ziel erreicht: das Eigengewicht ist erstmals geringer als die Nutzlast.
 
1958 Nach erfolgreichem Einsatz von 200 Setra Solowagen werden in den USA Setra-Hochdecker-Gelenkomnibusse in Dienst gestellt – die ersten ihrer Art auf dem westlichen Kontinent.
 
 
1963 Der Setra S 125, technisch und fahrgastfreundlich vorbildlich ausgelegt, wird richtungsweisend für die Entwicklung moderner Standard-Linienbusse.
 
1967 Die zweite Setra-Modellgeneration, die Baureihe 100, wird eines der erfolgreichsten Bauprogramme in der jüngeren Omnibusgeschichte.
 
1976 Es folgt die dritte Setra-Generation, die heutige Baureihe 200. Mit diesen neuen Modellen wird die elektronisch geregelte Querstrom-Raumlüftung und -heizung eingeführt, ein im Omnibusbau grundsätzlich neues Prinzip zugfreier Frischluftzufuhr und Temperierung des Fahrgastraumes.
 
1981 Der Setra S 228 DT, erster Kässbohrer-Doppelstock- Omnibus, hat Premiere. Er wird zum Flaggschiff bedeutender Reisebusunternehmen Europas.
 
1984 Ein Votum für die Verkehrs-Sicherheit: Kässbohrer rüstet die Setra als erster Omnibushersteller der Welt serienmäßig mit Anti-Blockier-System (ABS) aus.
 
1986 Im Jubiläumsjahr der Kässbohrer- Omnibusproduktion,  35 Jahre nach Einführung der selbsttragenden Bauweise, verläßt der 40.000. Setra das Werk.
Fahrzeuge bauen, die Vorteile bieten!
Mit dieser klaren Zielsetzung entstehen seit einem Dreiviertel- jahrhundert Kässbohrer-Omnibusse. Mit dieser Zielsetzung wurde aus einer Wagenfabrik in der Ulmer Vorstadt Deutschlands zweitgrößter Omnibus-Hersteller.
Weil diese Zielsetzung unverändert gilt, weil Erfahrung, Qualität und Ideen die Weiterentwicklung bestimmen, werden Kässbohrer- Omnibusse nicht nur ihren Platz in der Automobilgeschichte, sondern auch ihren Anteil an der Zukunft unserer mobilen Lebensgestaltung haben.
 
1990 Anläßlich der Auto-Ausstellung in Berlin kann Kässbohrer seinen 50.000sten Setra an einen Omnibusunternehmer aus Dresden übergeben.
 
1991 In eindrucksvollen Präsentationsveranstaltungen auf dem Nürburgring und in der Ulmer Donauhalle stellt Kässbohrer die neue Setra-Reisebusgeneration S 300 vor. Gäste aus aller Welt sind von den neuen Reisebussen auf Anhieb begeistert. 
 
1992 Im neuen Omnibuswerk im Neu-Ulmer Industriegebiet beginnt am 5.Oktober offiziell die Serienfertigung der Setra-Busse der Baureihen 200 und 300. Fachjournalisten aus Europa wählen die Baureihe 300 zum "Coach of the year 1993", womit sie die höchste Auszeichnung im europäischen Omnibusbau erhält.
 
1993 Setra schließt mit den chinesischen Feihe Automobile Works in Hefei einen Lizenz- und Know-how-Vertrag.
 
1995 Der "Omnibus" feiert seinen 100. Geburtstag. Gleichzeitig starten zwei traditionsreiche Unternehmen dieser Branche in eine gemeinsame Zukunft.  Zum 23.Februar 1995 wird die EvoBus GmbH gegründet. Unter dem Dach dieses neuen, omnibusspezifischen Unternehmens werden Mercedes-Benz und Setra in Partnerschaft mit allen Beteiligten dem Omnibus neue Perspektiven geben.
 
Die Ausführliche Firmengeschichte gibt´s beim Setra-Veteranen-Club.
   
© Buspilotin.com - Letzte Aktualisierung: 20.02.2018